Essen und Kochen

Pfeffer und seine Verwandten

«Unechte» Pfeffer

Was ist der Unterschied zwischen echtem und "unechtem" Pfeffer?
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Autor:
Natalie Zumbrunn

In Teil 1 haben Sie mehr über den echten Pfeffer und seine unterschiedlichen Farben erfahren. Wie versprochen, stellen wir Ihnen nun noch weitere Pfefferarten vor, welche zwar nicht dem „echten Pfeffer“ entsprechen, jedoch nah verwandt sind.

 

Rosa Pfeffer

Diese Pfeffervariante stammt vom brasilianischen Pfefferbaum. Der rosa Pfeffer schmeckt leicht scharf und ein wenig süsslich. Angeboten wird er getrocknet oder in einer Lake eingelegt. So oder so ist der rosa Pfeffer relativ weich und kann daher nicht in einer Pfeffermühle gemahlen werden. Er wird meistens als Dekoration verwendet – beispielsweise in Kombination mit dunkler Schokolade. Der rosa Pfeffer passt aber ebenso zu salzigen Speisen, sei dies Fleisch, Gemüse, Beilagen oder Saucen.

Aber aufgepasst: Rosa Pfeffer sollte sparsam verwendet werden, da die Beeren in grossen Mengen giftig wirken. Sie können zu Durchfall oder Erbrechen führen. Daher der Vorrat unbedingt von kleinen Kindern entfernt halten.

 

Kubebenpfeffer

Hierbei handelt es sich um einen engen Verwandten des echten Pfeffers. Er stammt jedoch von einer eigenen, von der indonesischen Insel Java stammenden Pflanzengattung. Der Verarbeitungsprozess ähnelt diesem des schwarzen Pfeffers, beim Geschmack unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Der Geschmack wird in drei Phasen beschrieben; als Erstes ist eine leichte Schärfe wahrnehmbar, worauf ein markantes, bitteres Aroma hervortritt. In der dritten Phase dominiert ein kampferartiger, an Eukalyptus und Menthol erinnernder Geschmack.

 

Nelkenpfeffer

Der Nelkenpfeffer, auch als Piment oder Jamaikapfeffer bekannt, gewinnt man durch die Ernte von grünen, ausgewachsenen Beeren der Pigmentbäume. Piment hat einen aromatischen, nelkenähnlichen Geruch und einen würzig, scharfen, leicht süsslichen Geschmack. Dieser erinnert an Nelken, Pfeffer, Zimt und Muskatnuss. Am intensivsten ist die Würzkraft von Piment, wenn die Körner unmittelbar vor der Verwendung im Mörser zerstossen werden.

 

Langer Pfeffer

Der „Long-Pfeffer“ stammt ebenfalls von einem tropischen Kletterstrauch. Dieser enthält Samen, welche durch die Trocknung hellbraun werden. Der Lange Pfeffer ist ähnlich scharf wie der schwarze Pfeffer, schmeckt jedoch gleichzeitig auch zuckrig und leicht säuerlich. Idealerweise verwenden Sie ihn für Currygerichte, Wild, Ente, Käse, Rind – oder Lammfleisch.

 

Szechuanpfeffer

Der Szechuanpfeffer hat viele Namen. Er ist ebenso als Blüten- oder Anispfeffer sowie japanischer Pfeffer bekannt. Es handelt sich dabei jedoch um keine echte Pfefferart. Geerntet wird er von einem Baum mit nach Zitrone duftenden Blättern. Die purpurfarbenen Früchte mit dem schwarzen Kern werden im unreifen Zustand gepflückt und danach getrocknet. Er schmeckt säuerlich. Um das Aroma zu intensivieren können Sie den Szechuanpfeffer zuerst ohne Fett anrösten und danach im Mörser zerstossen. Da der Szechuanpfeffer im Mund ein leicht taubes Gefühl hinterlässt, empfiehlt es sich, ihn sparsam einzusetzen.

 

Noch nicht genug von Pfeffer? Hier finden Sie einen spannenden Fernsehbeitrag über Pfeffer. Viel Vergnügen beim Zuhören.

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