Bewegung und Sport

Das Schneesportlager fällt aus. Was nun?

Dieses Jahr fallen Schneesportlager in vielen Gemeinden aus. Für Sie als Eltern bedeutet dies nun, dass Ihr Kind eine Woche Zuhause verbringt und die Lagergefühle nicht erleben wird. Oder doch? Wir stellen Ihnen Ideen vor, mit welchen Sie Lager-Gefühle in den Alltag Ihres Kindes bringen können.

Nebst Ski- und Snowboardfahren machen auch andere Aktivitäten im Schnee Spass.
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Autor:
Natalie Zumbrunn

- Passen Sie den Tagesablauf und die Tagesstruktur an. Da die Schneesportbahnen meist erst um 8.15 Uhr für die Sportler öffnen, gehen auch Lagerleiter mit ihren Schützlingen nicht vorher auf die Piste. Ein Standart-Tagesplanung sieht folgendermassen aus: 7.15 Uhr Tagwach, 7.30 Uhr Frühstück, 8.00 Uhr abwaschen, aufräumen, umziehen, 8.30 Uhr ausserhalb des Hauses bereit für das Morgenprogramm auf der Piste, 12.00 Uhr Mittagessen, 12.30 Uhr aufräumen, abwaschen und Ruhezeit, 13.30 Uhr ausserhalb des Hauses bereit für das Nachmittagsprogramm auf der Piste, 16.30 Uhr Zvieri, duschen, 17.30 Uhr Hausämtli erledigen und kochen, 18.30 Uhr Abendessen, abwaschen, 20.00 Uhr Abendprogramm, 22.30 Uhr Tagesrückblick, 23 Uhr Licht löschen und Nachtruhe. Welchen Teil können Sie sich vorstellen zu übernehmen?

- Damit es für Ihr Kind ein anderes Gefühl wie bei einer normalen Ferienwoche zuhause ist, können Sie während dieser Zeit Gewohnheiten verändern. Wie wäre es mit einem Beginn beim Frühstück? Isst Ihr Kind normalerweise Morgenessen? In Schneesportlagern essen die meisten Kinder etwas, da sie wissen, dass erst das Mittagessen die nächste Mahlzeit sein wird. Probieren Sie mit Ihrem Kind verschiedene Frühstücksvarianten aus: Birchermüesli, Porridge, Milchreis, Brot mit Honig-Quark oder Hüttenkäse. Auch beim Getränk können Sie testen, ob heisse oder kalte Milch, ein Fruchtsaft oder ein Tee besser ankommt. Legen Sie mal einen Teller mit bereits gerüsteten Früchteschnitzen auf den Frühstückstisch und beobachten Sie, wie Ihr Kind darauf reagiert.

- Lassen Sie Ihr Kind Ideen für die Morgen- und Nachmittags-Aktivitäten bringen und stellen Sie daraus einen Wochenplan zusammen. Im Lager bestehen diese Teile meistens aus sportlicher Betätigung. Bewegungsprogramme sind auch zuhause möglich. Seilspringen, Froschhüpfer, Treppensteigen, Flaschen heben, Spaziergänge oder Wanderung können immer stattfinden, vielleicht sogar mit anderen Kindern.

- Das Mittagessen kann jeweils ein einfaches Menü sein. So beispielsweise ein Sandwich mit Salat, Gerstensuppe mit Würstli oder eine Bouillon mit Tortelloni und einem bunten Salat.

- Planen Sie nach dem Mittagessen bewusst eine Ruhephase ein, damit Sie und Ihr Kind etwas Entspannung finden. Während einer abgemachten Zeit kann dann jeder etwas für sich machen. Dies kann Musik hören, Mandalas malen oder sich bequem hinlegen und die Zeit geniessen sein.

- Das Nachmittagsprogramm muss nicht jeden Tag aus Sport bestehen. Wie wäre es beispielsweise mit dem Planen des Abendessens und anschliessendem Einkaufen? Lassen Sie dafür möglichst viel Ihr Kind machen und bieten Sie ihm Ihre Hilfe an. - Kochen Sie am Abend gemeinsam mit Ihrem Kind ein Skilagermenü. Klassiker sind hier: Älplermagronen mit Apfelmus, Hörnli mit Gehacktem, Riz Casimir oder Kartoffelstock mit Ragout.

- Als Abendprogramme eignen sich Gesellschaftsspiele, gestalterische Arbeiten wie Malen oder Basteln, Film schauen oder ein Spaziergang im Dunkeln. Der Alternativen-Schneesportwoche zuhause steht somit nicht mehr viel im Weg.

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit und viel Spass in der besonderen Lagerwoche mit Ihrem Kind.

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