Essen und Kochen

Medjool-Datteln - die Pralinen der Natur

Datteln werden auch das Brot der Wüste genannt. Hier erfahren Sie mehr über diese süsse Frucht und weshalb die Medjool-Dattel früher nur für Könige bestimmt war.

Pralle Medjiol-Datteln sind ein besonderer Genuss
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Besonders beliebt ist die süsse Frucht in der Fitness-Szene, bei Veganern und Vegetariern. Durch den hohen Zuckeranteil eignet sie sich zum Einsatz in Desserts, als Zwischenverpflegung, in Salaten oder als Zugabe in pikanten Speisen. Die Dattel enthält pro 100 Gramm folgende Nährwerte: 305 kcal Energie, 69 g Kohlenhydrate, 7.1 g Nahrungsfasern, 2.5 g Protein, 0.5 g Fett. Somit ist die Dattel eine kohlenhydratreiche Frucht. Zudem enthalten sie Calcium, Magnesium und Zink.

Datteln wachsen an 15 bis 20 Meter hohen Palmen. Die Palmenstämme tragen drei bis fünf Meter lange Laubblätter, welche unten mit Stacheln besetzt sind. Nach fünf bis sechs Jahren tragen die Palmen zum ersten Mal Früchte und dann nur alle zwei Jahre wieder. Gut gepflegte Dattelpalmen werden in Nutzgärten angebaut. Auf eine männliche Pflanze werden ungefähr fünfundvierzig weibliche Palmen angepflanzt. Die Nutzzeit solcher Gärten liegt bei achtzig bis hundert Jahren. Bei einer ausreichenden Wasserversorgung kann eine einzige weibliche Dattelpalme bis zu hundert Kilogramm Datteln tragen. Diese grossen Mengen werden in den Anbauländern nebst dem Rohverzehr auch für Dattelöl oder Dattelschnaps verwendet. Bei älteren Dattelpalmen werden die Stämme angeritzt, der austretende Saft aufgefangen und in einem Gärprozess wird er zu Palmwein weiterverarbeitet. Die Blätter der Palme werden einerseits kompostiert oder verbrannt, aber auch zu Flechtwerken verschiedener Zwecke weiterverarbeitet.

Am Persischen Golf ist die Wüstenfrucht schon mehr als 7000 Jahre bekannt. Insgesamt gibt es mehr als 1400 verschiedene Sorten Datteln, doch nur ungefähr 400 Sorten werden heute intensiv angebaut. Die bei uns erhältlichen Exemplare stammen oft aus Israel, Palästina, Saudi-Arabien, dem Irak, Südafrika oder Kalifornien. Die speziellste Art ist die Medjool-Dattel. Zwischen ihr und den anderen Arten bestehen klare Unterschiede. Die karamell- bis rotbraune Dattel wird vor allem wegen ihrer Modelmasse auch Königsdattel genannt. Mit einer Länge von sechs Zentimeter und einer Dicke von drei Zentimeter hat sie beinahe 50 Prozent mehr Fruchtmasse als die anderen Sorten. Trotzdem enthält sie auf 100 Gramm weniger Kalorien als die anderen Sorten. Einerseits, weil sie immer frisch und nicht getrocknet angeboten wird, anderseits von der Sorte her. Der Geschmack der Medjool-Dattel ist nicht genau zuordnungsbar, am ehesten erinnert er an Honig. Die Süsse kommt aus dem natürlichen Frucht- und Traubenzucker-Gemisch und gekoppelt mit der Weiche des Fruchtfleisches wird die Dattel zu einem vollmundigen und zarten Esserlebnis. Ein solches Erlebnis hat seinen Preis. Medjool-Datteln kosten mehr, da die Palme erst nach ungefähr sieben Jahren zum ersten Mal Früchte trägt und erst nach zwölf Jahren vollen Ertrag bringt. Zudem ist die Ernte aufwändiger, da die Früchte empfindlicher sind. Damit sie beim Transport keinen Schaden nehmen, müssen sie speziell verpackt werden. Auch benötigen Sie eine Kühlung, damit sie nicht austrocknen. Dies sind alles Gründe, weshalb früher nur Könige in den Genuss der speziellen Medjool-Dattel kamen.

Bei uns in der Schweiz können sie diese Natur-Praline von Oktober bis Ende Januar kaufen. Getrocknete Datteln erhalten Sie das ganze Jahr über.

Wir wünschen Ihnen beim Genuss der nächsten Dattel ein süsses Esserlebnis.

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