Essen und Kochen

Wasabi bringt Ihnen besondere Frische in den Sommer

Wasabi entfaltet auf der Zunge eine kleine Wirkung und hinterlässt dafür in der Nase und im Rachen einen kurzen Schub. Setzen Sie dieses Gewürz bewusst in Ihrer Sommerküche ein. Ein Vorspeisen-Rezept finden Sie hier.

Wasabi wird traditionell auf einer Haifischhaut fein gerieben.
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Wasabi ist ein japanisches Gewürz, welches im Aussehen sehr unserem Meerrettich ähnelt. Gewonnen wird es aus der grünen frischen oder getrockneten Sprossachse der Eutrema japonicum. Dies ist eine wasserliebende und in Japan heimische Pflanze, welche zur Familie der Kreuzblütler gehört. Oberhalb der Erde wachsen saftig grüne Blätter mit einer Stängelwuchshöhe bis zirka 20 Zentimeter und im Frühjahr wachsen feine weisse Blüten daran. Als Gewürz verwendet wird dann nicht das Rhizom oder die Wurzel, sondern die Sprossachse. Diese wird gut gewaschen und von dunklen Stellen befreit, aber nicht geschält. Viele Wirkstoffe befinden sich in oder direkt unter der Schale. Bei uns ist frischer Wasabi kaum erhältlich, da der Zerfall sehr schnell vonstatten geht. Geschälter oder geriebener Wasabi verliert bereits nach 30 Minuten viel seiner Schärfe. Deshalb lohnt es sich auch, die angebrochene Paste gut verschlossen im Kühlschrank aufzubewahren und möglichst schnell aufzubrauchen. Frischer Wasabi ist auch in Japan sehr teuer und wird traditionellerweise an einer mit rauer Haifischhaut bespannten Reibe gerieben. Die bei uns erwerblichen Produkte enthalten meist einen kleinen Anteil Wasabi und werden mit grünem Farbstoff und mit Meerrettich oder Senf gestreckt. Deshalb lohnt sich einen Blick auf die Zusammensetzung.

Trotzdem ist es ein Gewürz, das spannend im Einsatz ist. Die darin enthaltenen Senfölglykoside sind dafür verantwortlich, dass der Geschmack von leicht süsslich ins Scharfe geht. Je nach Pulver kann es dem Geniesser stark einheizen. Auch pharmakologisch ist Wasabi aktiv. Antibakterielle, antioxidative und antitumorale Effekte konnten in wissenschaftlichen Untersuchungen bereits nachgewiesen werden.

Klassische Verwendung findet Wasabi als Gewürz beim Genuss von Sushi oder Sashimi. Aber auch zu Nudeln, rotem Fleisch, Gemüse oder Früchten passt es gut. Ebenso kennen wir damit gewürzte Snacks wie Erdnüsse, Bohnen oder Chips.

Möchten auch Sie Ihre Familie und Gäste mit einem japanisch angehauchtem Apéro-Stück überraschen? Dann bereiten Sie das folgende Rezept zu.

Wasabi-Wassermelonen-Biss
Schneiden Sie eine halbe Wassermelone in 1,5 Zentimeter breite Scheiben. Stechen Sie mit einem Kreis-Ausstecher von 6 Zentimeter Durchmesser möglichst viele Kreise aus. Nehmen Sie in der Mitte jedes Kreises mit einem Löffel wenig Fruchtfleisch raus, so dass eine kleine Vertiefung, kein Loch, entsteht. Legen Sie die Wassermelonenkreise auf einen Teller. Für den Wasabiquark nehmen Sie 70 Gramm Magerquark, einen Esslöffel Wasabipaste und verrühren das Ganze gut. Waschen Sie eine Limette heiss und raffeln Sie die oberste Schicht der halben Limette fein zum Quark. Mischen Sie die Masse und schmecken sie diese mit wenig Limettensaft und Salz ab. Nun geben Sie die Masse in einen Spritzsack und spritzen Sie die Masse dekorativ auf den Wassermelonenscheiben. Zur Garnitur eigenen sich feine Oregano- oder Majoranblätter sowie geöffnete Thymianblüten.

Viel Spass beim Ausprobieren und Geniessen der süss-scharfen Sommer-Häppchen.

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