Gesundheit

Adipositas – eine Definition

Adipositas oder auch Übergewicht genannt, nimmt weltweit zu und bringt viele Folgeerkrankungen mit sich

Übergewicht / Adipositas eine Zivilisationskrankheit
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Bei einer Adipositas nimmt der Anteil an Körperfett so stark zu, dass wir unsere Gesundheit massiv gefährden. Die Folge sind verschiedenste körperliche Leiden, aber auch psychische Erkrankungen. Nicht zuletzt sind Menschen mit einer Adipositas oft einer starken Stigmatisierung ausgesetzt.

 

Diagnose Adipositas

Das Wort Adipositas stammt vom lateinischen Begriff „adeps“, welcher für Fett steht. Für die Bestimmung des Verhältnisses unserer Körpergrösse und des Körpergewichts orientieren wir uns am Bodymass-Index (BMI). Die Skalierung des BMI zeigt uns, wie es um unser Körpergewicht steht. Den BMI können Sie ganz einfach selbst berechnen und zwar, Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergrösse in Metern im Quadrat. Ein BMI von 18.5 bis 24 gilt als normalgewichtig. Zwischen einem Wert von 25 bis 29 handelt es sich um Übergewicht. Ab BMI 30 sprechen wir von Adipositas. Eine Umfrage des Bundesamts für Gesundheit hat gezeigt, dass in der Schweiz 30% der Bevölkerung übergewichtig ist. 10% davon leiden an einer Adipositas.

 

Ursachen

Meist spielen bei einer Adipositas verschiedene Risikofaktoren zusammen. Schnell an Körperfett zuzunehmen, kann genetisch veranlagt sein, kommt dazu noch ein bewegungsarmer Lebensstil, Stress oder eine Depression, sind das alles Einflüsse, welche eine Adipositas begünstigen. Wenn Sie an Adipositas leiden, ist es wichtig, weitere Überlegungen zusammen mit dem Arzt in Betracht zu ziehen. So können auch Medikamente, Stoffwechselstörungen, wie eine Schilddrüsenunterfunktion, oder eine Essstörung die Verursacher sein.

 

Folgeerkrankungen

Adipositas ist nicht ausschliesslich ein Problem des veränderten Körpers. Nebst den Fettpölsterchen bringt das Krankheitsbild auch andere Risiken. Dazu gehört Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, Gelenkerkrankungen, um nur ein paar wenige davon zu erwähnen. Melden Sie sich bei einer stetigen, starken Gewichtszunahme frühzeitig bei Ihrem Arzt. Auch wenn es Sie Mut und Überwindung kostet, können Sie mit einer frühzeitigen Lebensstiländerung, sehr vieles ins Positive verändern.

 

Stigmatisierung

In unserer Gesellschaft werden Menschen mit einer Adipositas oft stigmatisiert. Es wird Ihnen fehlende Disziplin, schwacher Wille und Faulheit zugeschrieben. Das führt so weit, dass sie im Alltag, aber auch im Beruf beschimpft oder benachteiligt werden. Die Spirale dreht sich dann bedrohlich weiter, denn oft stürzen sich Betroffenen ins Essen, um etwas Trost zu finden und legen weiter an Gewicht zu.

Wichtig ist deshalb, dass wir für diese Erkrankung sensibilisiert sind und adipöse Menschen unterstützen und bestärken, keinesfalls dürfen wir sie schwächen!

 

Im nächsten Teil befassen wir uns mit Adipositas und Ernährung.

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